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Hintergrund: Deutschland zahlt am meisten

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Brüssel/Frankfurt (dpa) - Die Euroländer wollen Griechenland mit Krediten von 80 Milliarden Euro in den nächsten drei Jahren vor der drohenden Staatspleite retten. Den Löwenanteil muss Deutschland schultern: rund 22,4 Milliarden Euro. Das entspricht knapp 28 Prozent des Gesamtpakets.

An zweiter Stelle liegt Frankreich mit knapp 17 Milliarden Euro, etwa einem Fünftel der gesamten Summe. Auf den Plätzen danach folgen Italien und Spanien. Das kleinste Land Malta wird nur mit einem zweistelligen Millionenbetrag belastet. Die Auszahlung der Hilfen ist an die Einhaltung der Sparmaßnahmen geknüpft, die zwischen Internationalem Währungsfonds (IWF), Eurogruppe, Europäischer Zentralbank (EZB) und Athen vereinbart wurden.

Für die Berechnung wird der Anteil der Länder am Kapital der EZB zugrunde gelegt. Es gilt die Faustregel: Je größer der EZB-Anteil, desto größer der Anteil an der Griechenland-Hilfe. Viele der Geber- Länder kämpfen selbst mit massiven Haushaltslöchern.

Die (gerundete) Aufteilung der Kreditsummen auf die Länder der Eurozone:

LandProzentanteilSumme in Mrd. Euro
Deutschland27,9222,336
Frankreich20,9716,776
Italien18,4214,736
Spanien12,249,792
Niederlande5,884,704
Belgien3,582,864
Österreich2,862,288
Portugal2,582,064
Finnland1,851,480
Irland1,641,312
Slowakei1,020,816
Slowenien0,480,384
Luxemburg0,260,208
Zypern0,200,160
Malta0,090,072

(Quelle: Europäische Zentralbank (EZB)

Finanzen / EU / Griechenland
03.05.2010 · 23:12 Uhr
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