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Hintergrund: Der umstrittene Limburger Bischofssitz

Die Kapelle des Bischofshauses gegenüber dem Limburger Dom. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv

Limburg (dpa) - Das Limburger Domkapitel hat den Neubau des Bischofssitzes im Jahr 2007 beschlossen, vor dem Amtsantritt von Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst im Januar 2008. Kritik an dem Vorhaben gab es schon früh: Bereits die Entwurfsphase wurde von heftigen Diskussionen begleitet.

Mehrfach wurden die Pläne geändert. Veranschlagt waren ursprünglich 2,5 Millionen Euro. Zwischenzeitlich war von 5,5 Millionen Euro die Rede. Vor wenigen Wochen hieß es, die Kosten lägen bei mindestens 10 Millionen Euro. Am Ende sollen es nun mehr als 31 Millionen Euro geworden sein. .

Die Kostenexplosion erklärt die Diözese mit dem schwierigen, felsigen Baugrund und der aufwendigen Sanierung historischer Gebäude. So waren in der sogenannten Alten Vikarie, in der der Bischof sein Arbeitszimmer hat, die etwa 600 Jahre alten Eichenbalken im Fachwerk morsch und mussten durch gleichaltrige ersetzt werden.

Zur Residenz gehören die Privatwohnung des Bischofs und Konferenzräume in einem Neubau, eine Privatkapelle sowie zwei denkmalgeschützte Gebäude. Der offizielle Name des Bischofssitzes lautet «Diözesanes Zentrum St. Nikolaus».

Kirchen / Papst / Vatikan / Deutschland
23.10.2013 · 14:18 Uhr
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