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Hintergrund: Der Fall Kachelmann

Hamburg (dpa) - Der Fernsehmoderator und Wetterkundler Jörg Kachelmann hat nach seiner Festnahme wegen Verdachts auf Vergewaltigung seiner früheren Lebensgefährtin bereits zwei Monate in Untersuchungshaft verbracht. Ein Rückblick:

20. März: Der Moderator, Schweizer Staatsbürger, wird nach seiner Rückkehr aus Kanada am Frankfurter Flughafen festgenommen. Er gehörte zum Team der ARD bei den Olympischen Spielen in Vancouver.

22. März: Kachelmanns Anwalt weist die Vergewaltigungsvorwürfe als «frei erfunden» zurück. Der Moderator kündigt an, «wegen falscher Anschuldigung» Klage zu erheben. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft besteht jedoch dringender Tatverdacht.

23. März: Kachelmann beteuert seine Unschuld: «Er hat die ihm vorgeworfene Tat nicht begangen», teilen seine Kölner Anwälte auf ihrer Website mit.

24. März: Bei einem Haftprüfungstermin in Mannheim bestreitet der TV-Wetterexperte die Vergewaltigung erneut. Der Haftrichter entscheidet jedoch, dass er vorerst in U-Haft bleiben muss.

27. März: Die Festnahme des Moderators war von langer Hand geplant, berichtet «Der Spiegel». Eine «Soko Flughafen» habe die Aktion drei Wochen lang vorbereitet, um möglichst wenig Aufsehen zu erregen.

4./5. Mai: Kachelmanns Anwalt beantragt, den Haftbefehl aufzuheben. Eine Entscheidung darüber vertagt der Haftrichter jedoch. Zunächst müssten weitere Ermittlungsergebnisse vorliegen.

15. Mai: Die Ex-Freundin des Schweizers muss einen Teil ihrer Anschuldigungen laut «Spiegel» zurücknehmen. Den Vorwurf der Vergewaltigung hält sie aber aufrecht.

19. Mai: Die Mannheimer Staatsanwaltschaft erhebt Anklage in einem besonders schweren Fall.

Kriminalität / Medien
19.05.2010 · 22:51 Uhr
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