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Hintergrund: Der EHEC-Erreger

Mittels eines Elektronenmikroskops erstelltes Foto von EHEC-Bakterien.Großansicht

Berlin/Mainz (dpa/lrs) - EHEC-Keime sind eine besonders gefährliche Form des Darmbakteriums Escherichia coli. Eine EHEC-Infektion kann symptomlos verlaufen, aber auch Durchfälle auslösen. Diese können blutig sein.

Weitere Symptome sind Übelkeit, Erbrechen und zunehmende Bauchschmerzen. Die EHEC-Gifte führen bei schweren Verläufen zu Blutarmut, Gefäßschäden und schädigen die Nieren. Mediziner sprechen dann vom hämolytisch-urämischen Syndrom, kurz HUS.

Das Robert Koch-Institut (RKI) registrierte seit Einführung der Meldepflicht 2001 in Deutschland jährlich zwischen 800 und 1200 EHEC-Erkrankungen. Die Inkubationszeit - der Zeitraum von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit - dauert meist ein bis acht Tage. Der Erreger ist hoch ansteckend: Weniger als 100 EHEC-Keime reichen aus, um bei Menschen zur Infektion zu führen.

Natürliches Reservoir der Bakterien ist der Darm von Wiederkäuern, speziell von Rindern. Die Keime können durch direkten Kontakt mit Tieren, aber auch durch den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln - zum Beispiel Rindfleisch oder Rohmilch - übertragen werden.

Auch rohes ungewaschenes Gemüse kann die Ursache sein. Solche Lebensmittel können durch den Dung von Nutztieren oder den Kot wildlebender Tiere verunreinigt werden. Eine Infektion von Mensch zu Mensch ist ebenfalls möglich. Die Bakterien werden mit dem Stuhl ausgeschieden und finden sich bei schlechter Hygiene zum Beispiel auf Händen oder Spielzeug wieder.

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Gesundheit / Infektionen
24.05.2011 · 22:42 Uhr
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