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Hintergrund: Der Begriff «homegrown terrorism»

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Düsseldorf (dpa) - Die Sauerland-Gruppe gilt als erster Fall von islamistischem «homegrown terrorism» in Deutschland. Übersetzt bedeutet der englischsprachige Begriff «hausgemachter» oder «selbst gezüchteter» Terrorismus.

Oder laut Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU): «Terrorismus, der gewissermaßen auf unserem eigenen Mist gewachsen ist.» Gemeint ist, dass es sich bei einer neuen Generation islamistischer Terroristen nicht mehr um Täter aus islamischen Ländern handelt, die für einen Anschlag einreisen, sondern um Menschen, die im Land des Anschlagsziels aufgewachsen sind.

Das Problem ist nicht nur in Deutschland bekannt, sondern auch in anderen Industrienationen wie Großbritannien, Frankreich oder Spanien. Bei «homegrown terrorists» in Deutschland kann es sich sowohl um Einwanderer-Kinder handeln, die schon seit Jahrzehnten im Land leben, als auch um Deutsche, die zum Islam übertraten und immer radikaler wurden. Die praktische «Ausbildung» zum Terroristen findet meist in Trainingslagern im Ausland statt.

Terrorismus / Extremismus
19.09.2009 · 11:57 Uhr
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