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Hintergrund: Der Arcandor-Konzern

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Essen (dpa) - Der Handels- und Tourismuskonzern mit dem Kunstnamen Arcandor entstand 2007 aus der KarstadtQuelle AG. Mit insgesamt mehr als 80 000 Mitarbeitern und knapp 20 Milliarden Euro Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr zählt Arcandor zu den größten Unternehmen im Börsensegment MDAX.

Zum Konzern gehört das traditionsreiche Warenhausgeschäft mit heute 92 Karstadt-Häusern sowie 28 Karstadt-Sport-Filialen. Karstadt trug im Geschäftsjahr 2007/08 (30.9.) mit gut 4 Milliarden Euro Umsatz rund ein Fünftel zum Umsatz bei und schrieb einen operativen Verlust (EBIT) von 272 Millionen Euro. Gewinnbringer des Konzerns war zuletzt die Tourismussparte Thomas Cook mit rund 11,4 Milliarden Euro Umsatz und knapp 113 Millionen Euro EBIT. Gut 20 Prozent des Umsatzes entfielen auf die Versandhandelstochter Primondo mit dem Universalversender Quelle und weiteren Spezialunternehmen. Die Sparte schrieb jedoch einen operativen Verlust von 76,5 Millionen Euro.

Arcandor leidet seit Jahren unter hohen Schulden von derzeit rund 2,6 Milliarden Euro, die bereits 2005 und 2008 Rettungsaktionen der Großaktionärin Madeleine Schickedanz und später des Bankhauses Sal. Oppenheim nötig machten. Teil des Problems sind die hohen Mieten für die Kaufhaus-Standorte von jährlich 350 Millionen Euro. Der frühere Vorstandschef Thomas Middelhoff hatte die Häuser zur Sanierung des Konzerns verkauft und zurückgemietet.

[Arcandor-Zentrale]: Theodor-Althoff-Str. 2, Essen

Handel / Arcandor
09.06.2009 · 23:01 Uhr
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