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Hintergrund: Der Afghanistan-Einsatz der Nato

Brüssel (dpa) - Die Nato führt den Militäreinsatz der internationalen Afghanistan-Schutztruppe Isaf. Insgesamt 50 Staaten - Teilnehmer sind 28 Nato- und 22 andere Länder - stellen derzeit rund 130 000 Soldaten.

Die Staats- und Regierungschefs der Nato haben im November 2010 in Lissabon beschlossen, dass der Einsatz von Kampftruppen bis Ende 2014 dauern soll. Dann sollen afghanische Soldaten und Polizisten selbst für die Sicherheit im Lande sorgen.

Nach 2014 will die Nato vor allem Ausbilder in Afghanistan lassen. Wenige Kampfsoldaten sollen vor allem zum Schutz der Ausbilder eingesetzt werden. Offizielle Planzahlen gibt es noch nicht. Hohe Militärs sprechen von 10 000 bis 15 000 Mann.

Während die internationalen Soldaten allmählich abziehen, sollen bis Ende dieses Jahres 352 000 afghanische Soldaten und Polizisten einsatzbereit sein. Später soll die Zahl auf 400 000 steigen. Die afghanische Regierung hat im März und im November 2011 in zwei Schritten die Sicherheitsverantwortung für die Hälfte der Bevölkerung bereits übernommen. Derzeit stehen nach Nato-Angaben bereits 80 Prozent aller Einsätze in Afghanistan unter afghanischer Leitung.

Der Bundestag hat im Januar beschlossen, das Mandat für die in Afghanistan eingesetzten Bundeswehrsoldaten zu verkleinern. Innerhalb eines Jahres soll die Höchstzahl der Truppen von bisher 5350 auf 4400 sinken. Derzeit sind nach Nato-Angaben rund 4800 Deutsche im Afghanistan-Einsatz. Deutschland ist nach den USA (90 000) und Großbritannien (9500 Soldaten) damit der drittgrößte Truppensteller innerhalb der Isaf.

Afghanistan
12.03.2012 · 22:25 Uhr
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