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Hintergrund: Das Weltbild eines Unberechenbaren

Muammar al-GaddafiGroßansicht

Berlin (dpa) - Libyens Diktator Muammar al-Gaddafi hat in den über vier Jahrzehnten seiner Herrschaft mehrfach mit skurrilen Äußerungen für Kopfschütteln gesorgt.

Diskussionsfeindlicher Regen: «Ich wollte mit den jungen Leuten auf dem Grünen Platz (in Tripolis) reden und mit ihnen die Nacht verbringen, doch dann kam der gute Regen.» (In der Nacht zum Dienstag unter einem aufgespannten Regenschirm aus einem Auto heraus über die Demonstranten gegen sein Regime)

Das muslimische Europa: «Europa sollte sich zum Islam bekehren.» (Am 29. August 2010 als «Religionslehrer» in Rom vor 200 von einem Hostessen-Service auswählten Damen in einer Islam-Lehrstunde) «Ich habe nie gesagt, dass Europa sich zum Islam bekehren solle. (...) Ich bin aber davon überzeugt, dass Europa auf dem Weg der Islamisierung ist. Europa wird nicht mehr sein, was es heute ist. Es wird nicht mehr christlich sein, sondern muslimisch.» (Am 7. Oktober 2010 im Interview mit der französischen Zeitschrift «Paris Match»)

Die gottlose Schweiz: «In der Schweiz reißen sie die Moscheen nieder und wir schweigen. (...) Wer vor den Augen der Muslime Gottes Moscheen zerstört, der hat es verdient, dass man gegen ihn in den Heiligen Krieg zieht. (...) Wenn wir eine gemeinsame Grenze mit den Schweizern hätten, dann würden wir gegen sie kämpfen. (...) Jeder Muslim, der mit der Schweiz zusammenarbeitet (...), ist ein Ungläubiger, der sich gegen den Islam versündigt.» (In einer Rede vor afrikanischen Staatschefs am 26. Februar 2010 nach der Schweizer Volksabstimmung gegen den Neubau von Minaretten)

Die überflüssige Schweiz: «In der Schweiz wird Geldwäsche in großem Stil betrieben. (...) Die Schweiz ist kein Staat, sondern eine weltweite Mafia. (...) Ich rufe dazu auf, die Schweiz als Staat aufzulösen. Der französische Teil sollte an Frankreich gehen, der italienische an Italien und die deutsche Gemeinschaft zu Deutschland zurückkehren.» «Im September 2009, als Libyen erfolglos versuchte, die Auflösung der Schweiz auf die Tagesordnung der UN-Vollversammlung zu bringen)

Das Terrornetzwerk UN: «Die Resolutionen des Sicherheitsrates sind Terrorakte. (...) Ausgerechnet die Vetomächte, die die Souveränität bedrohter Länder verteidigen sollen, wenden Gewalt gegen den Willen anderer Völker an. (...) In der Präambel der UN-Charta steht nichts davon, dass sich die UN in die Geschäfte eines Landes einmischen sollen. (...) Rom tat auch, was das Beste für das Römische Reich war, ohne dass ein Veto gegen Caesar eingelegt wurde.» (Am 23. September 2009 in der UN-Vollversammlung)

Die Juden ins Elsass: «Es wird ein neuer Weltkrieg ausbrechen, zumindest ein Krieg zwischen Frankreich und Deutschland und ein europäischer Krieg, und zwar wegen Elsass-Lothringen. Deutschland könnte noch einmal aufstehen und Rache üben. Diese Region ist umstritten. Gebt sie den Juden! Gebt sie den Israelis! Lasst sie aus Palästina abziehen, bei Gott, so dass sie in Frieden leben können und einen Pufferstaat zwischen Frankreich und Deutschland bilden.» (Am 5. September 1989 auf dem Gipfel der Blockfreien in Belgrad)

Unruhen / Libyen
23.02.2011 · 16:46 Uhr
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