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Hintergrund: Das Wahlrecht in Sachsen-Anhalt

Die Wahlurnen für den Bürgerentscheid und die Landtagswahl im Briefwahlbüro in Magdeburg.Großansicht

Magdeburg (dpa) - Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat jeder Wahlberechtigte zwei Stimmen. Mit seiner Erststimme wählt er den Direktkandidaten in seinem Wahlkreis. Gewählt ist der Bewerber, der die meisten Stimmen erhält. Auf diese Weise ziehen 45 Politiker in den Landtag ein.

Mit der Zweitstimme wählt der Bürger die Landesliste einer Partei. Über diese Listen kommen weitere 46 Abgeordnete in den Landtag.

Mit der Zweitstimme bestimmt der Bürger auch über das Kräfteverhältnis im Landtag. Alle Parteien, die mindestens 5 Prozent der Stimmen erreichen, werden berücksichtigt. Dies gilt auch dann, wenn sie keine Direktmandate gewinnen konnten.

Es kommt vor, dass eine Partei mehr Direktbewerber in den Landtag schicken darf, als ihr von den Zweitstimmen her eigentlich zustehen würden. Jeder Direktbewerber aber hat einen Anspruch auf einen Sitz im Parlament. Diese Plätze, die einer Partei dann «mehr» zustehen, heißen Überhangmandate.

Damit durch diese Überhangmandate eine Partei aber nicht mehr Einfluss bekommt, als ihr aufgrund des eigentlichen Ergebnisses der Zweitstimmen zusteht, erhalten die anderen Parteien sogenannte Ausgleichsmandate. So kann das Landesparlament erheblich größer werden als die Grundmandatezahl von 91.

Der Landtag in Magdeburg wird an diesem Sonntag zum zweiten Mal für fünf Jahre gewählt. Zuvor hatte die Legislaturperiode eine Dauer von vier Jahren.

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Wahlen / Landtag / Sachsen-Anhalt
20.03.2011 · 18:09 Uhr
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