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Hintergrund: Das Versandunternehmen Quelle

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Fürth (dpa) - Früher wurde der dicke Versandkatalog in der Nachbarschaft herumgereicht und lag irgendwann auf fast jedem Küchentisch. Inzwischen hat sich Quelle nach eigener Darstellung zum größten «Homeshopping-Unternehmen» in Europa gewandelt und setzt vor allem auf das Internet.

Das Versandhaus arbeitete bisher unter dem Dach der Primondo-Gruppe, in der der Arcandor-Konzern seine Versandaktivitäten bündelt. Der Jahresumsatz lag zuletzt bei 2,9 Milliarden Euro. Primondo beschäftigt in Deutschland knapp 10 500 Menschen. Nach den Plänen des vorläufigen Insolvenzverwalters sollen bis Januar 2010 rund 3700 Stellen wegfallen.

Am 9. Juni stellte die Arcandor AG in Essen Insolvenzantrag für sich und unter anderem die Töchter Karstadt, Primondo und Quelle. Die Insolvenz traf Quelle mitten in einem tiefgreifenden Umbau, der bereits in den vergangenen Jahren zu scharfen Einschnitten geführt hatte. Das Unternehmen hatte die Bedeutung des Internets für den Handel erst spät erkannt. In den vergangenen Jahren erfolgte dann eilig eine strategische Neuausrichtung.

Gegründet wurde Quelle von dem Fürther Kaufmann Gustav Schickedanz (1895-1977). Als «Geburtstag» gilt der 26. Oktober 1927, an dem das Unternehmen in das Handelsregister am Amtsgericht Fürth eingetragen wurde. Quelle wuchs schnell und begann auch nach dem Zweiten Weltkrieg rasch wieder zu florieren. Nach dem Tod des Firmengründers führte dessen Witwe Grete Schickedanz (1911-1994) das Unternehmen weiter. 1999 fusionierte Quelle mit Karstadt zum KarstadtQuelle- Konzern, der später in Arcandor umbenannt wurde. Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz, die Tochter von Gustav und Grete Schickedanz, ist Großaktionärin bei Arcandor.

Handel
01.09.2009 · 17:56 Uhr
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