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Hintergrund: Das Tarifjahr 2010

Frankfurt/Main (dpa) - Im Jahr 2010 werden nach Zählung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung die Tarifverträge für rund 9,4 Millionen Beschäftigte neu ausgehandelt.

Schwergewichte sind der öffentliche Dienst bei Bund, Kommunen und Sozialversicherungen sowie die zentralen Industriebranchen Chemie und Metall/Elektro.

Allein die Metaller verhandeln derzeit für 3,4 Millionen Beschäftigte. Auch bei der Deutschen Bahn AG, mehreren Tarifgebieten des Hotel- und Gaststättengewerbes, Teilen der Energiewirtschaft sowie bei den Privatbanken müssen die Verträge neu verhandelt werden. Zum Jahresende läuft dann der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder aus.

Das Tarifjahr steht unter dem Eindruck des beispiellosen Einbruchs der Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr. Die üblichen Parameter für die Tarifforderungen - die Entwicklung der Produktivität und der Inflation - stehen im Zeichen der Krise knapp über Null oder sogar im Minus. Insbesondere bei den Industriegewerkschaften steht daher die Sicherung der häufig noch mit Kurzarbeit gehaltenen Arbeitsplätze im Vordergrund.

Sowohl die IG Chemie als auch die IG Metall haben auf konkrete Entgeltforderungen verzichtet. Verdi hat hingegen ein Plus von fünf Prozent verlangt, in dem aber auch Elemente der Beschäftigungssicherung enthalten sind.

http://dpaq.de/QBn8D

Tarife / Metall
18.02.2010 · 09:33 Uhr
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