News
 

Hintergrund: Das Stuttgarter Modell

Berlin (dpa) - Die Familienkarte in Stuttgart könnte bundesweit Karriere machen. Sie ist das Vorbild für die Bildungschipkarten, deren Einführung Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) für Kinder aus Hartz-IV-Familien derzeit prüft.

Demnach soll der wiederaufladbare Chip ihnen den Zugang zu zusätzlichen Bildungsangeboten wie Musik- oder Sportkursen ermöglichen, aber auch den Besuch von Schwimmbädern, Museen und Theatern. Bislang ist die baden-württembergische Landeshauptstadt die einzige Stadt in Deutschland, die Familien eine solche elektronische Geldbörse für Kultur, Sport und Bildung bietet.

In Stuttgart wurde die Karte bereits 2001 eingeführt. Dort wird sie nicht nur Eltern mit Hartz-IV-Bezügen angeboten, sondern allen Familien mit Kindern unter 16 Jahren, deren Einkommen 60 000 Euro im Jahr nicht übersteigt. Die Karte wird derzeit von der Stadt mit 60 Euro im Jahr aufgeladen. Sie kann beim Bezirksrathaus unter Vorlage eines Einkommensnachweises beantragt und aufgeladen werden. Familien mit mehr als drei Kindern erhalten die Leistungen unabhängig von ihren Einkünften. Derzeit sind in Stuttgart 46 200 Karten in Umlauf. 2,1 Millionen Euro lässt sich die Stadt in diesem Jahr diese Leistung kosten.

Soziales / Bildung
20.08.2010 · 15:30 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

News-Suche

 

News-Archiv

 
Diese Woche
24.07.2017(Heute)
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen