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Hintergrund: Das Schloss Bellevue in Berlin

Soldaten des Wachbataillons hissen vor Schloss Bellevue in Berlin die Bundesdienstfahne. Foto: Wolfgang Kumm/Archiv

Berlin (dpa) - Vorbild waren die französischen Barockschlösser: Das Berliner Schloss Bellevue ist seit 1959 Berliner Amtssitz des Bundespräsidenten. Zu Zeiten der deutschen Teilung durften hier wegen des alliierten Status der Stadt aber keine Staatsgäste empfangen werden.

Der protokollarische Durchbruch kam im Mai 1987, als die britische Königin Elizabeth II. mit Bundespräsident Richard von Weizsäcker im Schloss privat Tee trank. Nach der deutschen Einheit verlegte von Weizsäcker 1994 den ersten Amtssitz des Bundespräsidenten hierher. Zweiter Amtssitz ist die Villa Hammerschmidt in Bonn.

Schloss Bellevue, ein langgestrecktes Gebäude mit dreigeschossigen Seitenflügeln und einem zweigeschossigen Hauptbau, entstand in den 1780er Jahren nach Plänen von Philipp Daniel Boumann für den Prinzen August Ferdinand von Preußen, den jüngsten Bruder Friedrichs II. Seinen Namen erhielt das Schloss wegen der schönen Aussicht auf die umliegende Parklandschaft.

Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte das Schloss verschiedene Funktionen: Genutzt wurde es als Besprechungsort der Obersten Heeresleitung, der Reichsregierung und der mit Deutschland alliierten Mächte im Ersten Weltkrieg, 1935 als Sitz des Museums für Deutsche Volkskunde. 1938/39 wurde es als «Gästehaus der Reichsregierung» hergerichtet. Im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, begann 1954 der Umbau zum Amtssitz des Bundespräsidenten.

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18.03.2012 · 21:33 Uhr
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