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Hintergrund: Das Nobelkomitee - vier Frauen und ein Mann

Berlin (dpa) - Vier Frauen und ein Mann aus Norwegen haben über die Vergabe des Friedensnobelpreises an den chinesischen Bürgerrechtler Liu Xiaobo entschieden.

Die Mitglieder des Nobelkomitees werden jeweils für fünf Jahre nach einem Parteienproporz vom Osloer Parlament «Storting» benannt. Abstimmungsergebnisse bleiben streng geheim.

Als Vorsitzender amtiert der sozialdemokratische Ex-Regierungschef und -Außenminister Thorbjörn Jagland (59). Seine Stellung ist nicht unumstritten, weil er gleichzeitig Generalsekretär des Europarates ist, der in Menschenrechtsfragen kontrovers Stellung bezieht.

Die Sozialdemokraten stellen mit der Ex-Ministerin Sissel Marie Rønbeck (59) ein weiteres Mitglied. Für die Konservativen sitzt deren Ex-Vorsitzende Kaci Kullmann Five (59) im Komitee. Die rechtspopulistische Fortschrittspartei wird von der Ex- Parlamentarierin Inger-Marie Ytterhorn (69) vertreten. Die Abgeordnete Ågot Valle (65) repräsentiert die Linkssozialisten, die zusammen mit den Sozialdemokraten und der Zentrumspartei in Oslo regieren.

Ohne Stimmrecht, aber mit erheblichem Einfluss arbeitet der Chef des Osloer Nobel-Institutes, Geir Lundestad (65), im Komitee mit.

Nobelpreise / International
08.10.2010 · 15:00 Uhr
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