News
 

Hintergrund: Das Magna-Angebot für Opel

Wien/Rüsselsheim (dpa) - Opel soll an den österreichisch- kanadischen Autozulieferer Magna verkauft werden. Dies sind die Kernaussagen des mehrfach nachgebesserten Angebots, soweit sie bislang bekannt wurden:

NEUE EIGENTÜMERSTRUKTUR:

- An der neuen Gesellschaft «New Opel» sollen Magna und die russische Sberbank jeweils 27,5 Prozent halten. Daneben soll die Opel- Belegschaft 10 Prozent übernehmen. 35 Prozent bleiben bei der bisherigen Konzernmutter General Motors (GM). Magna bestimmt die industrielle Führung und sichert sich in Partnerschaft mit dem russischen Autobauer Gaz den russischen Markt. Mit «New Opel» will Magna 2011 wieder schwarze Zahlen schreiben.

ARBEITSPLÄTZE UND WERKE:

- Magna will in Europa rund 10 500 Stellen bei Opel und der britischen Schwester Vauxhall streichen - das wäre jeder fünfte Arbeitsplatz. In Deutschland sollen rund 3000 von knapp 26 000 Stellen verschwinden. Dabei hat Magna seine ursprünglichen Pläne mit massiven Einschnitten abgemildert. Alle vier deutschen Standorte will der Zulieferer erhalten. Allerdings stehen einige europäische Werke wie im belgischen Antwerpen und im britischen Luton auf der Kippe.

STAATSGELD UND EIGENKAPITAL:

- Magna fordert Staatsgarantien von 4,5 Milliarden Euro und will selbst 500 Millionen Euro einbringen. Dabei hat der Zulieferer angeboten, sofort 350 Millionen Eigenkapital bereitzustellen.

Auto / Opel
10.09.2009 · 17:07 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

News-Suche

 

Weitere Themen