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Hintergrund: Das Königreich Jordanien

Berlin (dpa) - Das zwischen Israel und dem Irak gelegene Königreich Jordanien bemüht sich in einer konfliktreichen Region um Stabilität und Ausgleich.

König Abdullah II. verfolgt seit seiner Thronbesteigung 1999 den gleichen Kurs wie sein Vater Hussein. Dieser hatte sich um gute Beziehungen zu allen Nachbarstaaten bemüht. Husseins Friedensschluss mit Israel 1994 sehen viele Jordanier bis heute kritisch. Mehr als die Hälfte der 5,7 Millionen Einwohner des Königreichs sind Palästinenser, von denen die meisten aus dem seit 1967 von Israel besetzten Westjordanland geflohen sind. Nach dem Sturz Saddams 2003 flohen zudem Hunderttausende Iraker in die jordanische Hauptstadt Amman.

Der an Bodenschätzen arme Wüstenstaat ist mit gut 89 000 Quadratkilometern etwa doppelt so groß wie Niedersachsen. 2005 verübten Terroristen auf drei Hotels in Amman Bombenanschläge. Das Auswärtige Amt warnt vor einer erhöhten Terrorgefahr besonders in von Ausländern besuchten Orten. Für weitere Unsicherheit sorgen immer wieder eskalierende gewaltsame Auseinandersetzungen verfeindeter Clans.

Unruhen / Jordanien / Ägypten
01.02.2011 · 15:12 Uhr
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