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Hintergrund: Das Bundestagsmandat für den Afghanistan-Einsatz

Tornado in AfghanistanGroßansicht

Berlin (dpa) - Die Obergrenze für das Bundeswehrkontingent in Afghanistan ist im Februar um 500 auf 5000 Soldaten erhöht worden. Hinzu kommt eine «flexible Reserve» von 350 Soldaten, die zu besonderen Gelegenheiten entsandt werden kann - zum Beispiel zur Sicherung von Wahlen.

Bei den Parlamentswahlen am vergangenen Wochenende kamen aber keine zusätzlichen deutschen Soldaten zum Einsatz.

Derzeit sind 4725 deutsche Soldaten in Afghanistan stationiert (Stand: 17. September). Damit ist Deutschland der drittgrößte Truppensteller in der internationalen Schutztruppe ISAF (International Security Assistance Force). Die Bundeswehr leitet die Mission im Norden des Landes.

Mit dem neuen Mandat wurden im Februar auch neue Schwerpunkte des Einsatzes gesetzt: «Die Bundeswehr wird den Schutz der Bevölkerung noch mehr in den Mittelpunkt stellen und die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte deutlich intensivieren. Dies schließt eine deutlicher akzentuierte Präsenz in der Fläche ein.» Das Kontingent für die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte wurde von 280 auf 1400 Soldaten aufgestockt.

Das neue Mandat läuft bis Februar 2011. Auf einen Termin, wann die Bundeswehr Afghanistan endgültig verlassen wird, hat sich die Regierung bislang nicht festgelegt.

Konflikte / Bundestag / Afghanistan
23.09.2010 · 20:57 Uhr
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