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Hintergrund: Das Atomzentrum Majak

Russiches AtomzentrumGroßansicht

Berlin (dpa) - Das Atomzentrum Majak liegt 1500 Kilometer östlich von Moskau im Südural. Die Wiederaufbereitungsanlage war am 29. September 1957 Schauplatz der größten Atomkatastrophe vor Tschernobyl im Jahr 1986. Doch die Welt erfuhr erst Jahrzehnte später davon.

Ein unterirdischer Betontank mit flüssigen, hoch radioaktiven Abfällen explodierte. Nach offiziellen Angaben starben 200 Menschen. Schätzungen zufolge kamen jedoch etwa 150 000 Menschen an den Folgen ums Leben.

Die radioaktive Strahlung verseuchte ein Gebiet von etwa 100 Quadratkilometern. Zwar wurden bei dem Unfall nur einige Prozent der Strahlungsmenge der Katastrophe von Tschernobyl freigesetzt. Da die radioaktiven Stoffe aber auf einem viel kleineren Gebiet niedergingen, waren die Folgen ähnlich verheerend.

Das Unglück blieb lange geheim. Erst 1976 veröffentlichte der von der Sowjetunion ausgebürgerte Biochemiker und Dissident, Schores Medwedew Schores Medwedewneue Suche mit diesem Objektverfeinern nach diesem ObjektVerfügbare Bedeutungen: Medwedew (84) - sowjetischer Biologe und Schriftsteller , in London einen Aufsatz, in dem er Hinweise auf die Katastrophe zusammentrug. 1979 veröffentlichte er das Buch «Bericht und Analyse der bisher geheim gehaltenen Atomkatastrophen in der Sowjetunion». Erst zehn Jahre später bestätigte die Sowjetführung den Vorfall in Majak.

Brände
11.08.2010 · 22:36 Uhr
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