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Hintergrund: Das Atomgesetz

Hamburg (dpa) - Das Atomgesetz verpflichtet die Bundesregierung, ein Endlager für radioaktive Abfälle einzurichten. Über den Ort für die Lagerung von hoch radioaktivem Müll wird seit Jahren diskutiert. Das Endlager soll bis 2030 betriebsbereit sein. Wie schwierig die Lagerung von jeglichem Atommüll ist, haben jüngst die Pannen im niedersächsischen Atommülllager Asse gezeigt.

Für hoch radioaktiven Abfall aus Kernkraftwerken wurde bislang der niedersächsische Standort Gorleben in Betracht gezogen. Das Erkundungsbergwerk liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum atomaren Zwischenlager, das seit 1983 in Betrieb ist. In die Erkundung des Salzstocks wurden bereits 1,5 Milliarden Euro investiert. Derzeit ist die Untersuchung allerdings ausgesetzt. Ob der Salzstock als Endlager geeignet ist, wurde bislang nicht nachgewiesen.

Schwach- und mittelradioaktiver Abfall kann in Schacht Konrad in Niedersachsen eingelagert werden, einem ehemaligen Eisenerz-Bergwerk in Salzgitter. In den mehr als 1000 Meter tiefen Stollen dürfen laut Genehmigung 303 000 Kubikmeter Atommüll von geringer Wärmeentwicklung entsorgt werden. Das Endlager soll 2013 in Betrieb genommen werden. Bislang wurden rund 900 Millionen Euro investiert, die Umrüstung zum Endlager soll weitere 900 Millionen Euro kosten.

Atom / Asse / Thema
15.07.2009 · 11:58 Uhr
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