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Hintergrund: BMW kämpft schwer gegen Autokrise

München (dpa) - Die Wirtschaftskrise hat den lange erfolgsverwöhnten BMW-Konzern mit den drei Automarken BMW, Mini und Rolls-Royce schwer getroffen.

Ergebnis: 2008 verdienten die Münchner nur noch 330 Millionen Euro, ein Jahr zuvor waren es noch 3,13 Milliarden Euro. Allein im vierten Quartal fielen fast eine Milliarde Euro Verlust an. Im ersten Quartal 2009 besserte sich die Lage aufgrund drastischer Einsparungen. Der Verlust sank auf 152 Millionen Euro.

Umsatz: Die Erlöse sanken 2008 um fünf Prozent auf knapp 53,2 Milliarden Euro. Im ersten Quartal 2009 fiel der Umsatz um 13,4 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro.

Absatz: Der BMW-Konzern verkaufte 2008 gut 1,4 Millionen Autos (minus 4,3 Prozent). Im ersten Halbjahr lag das Minus der drei Auto-Marken bei 19,5 Prozent auf 615 454 Einheiten.

Mitarbeiter: Ende Dezember beschäftigte BMW weltweit rund 100 000 Mitarbeiter. Im Jahr davor waren es noch gut 107 000 gewesen. Im ersten Quartal fiel die Zahl weiter auf 99 112.

Einsparungen: BMW-Chef Norbert Reithofer spart mit aller Macht. Die Produktion wurde durch Kurzarbeit gedrosselt, Stellen abgebaut, die Kosten umfassend zurückgefahren. Einige tausend Arbeitsplätze wurden gestrichen. Allein bei den Materialkosten sollen bis 2012 mehr als die geplanten vier Milliarden Euro eingespart werden.

Abwrackprämie: Während Kleinwagenhersteller von staatlichen Hilfen wie der Abwrackprämie in Deutschland profitierten, hatten Premiumhersteller wie BMW, aber auch Konkurrent Daimler bisher kaum etwas davon.

Ausblick: BMW wagt keinen konkreten Ausblick. Der Absatz soll unter dem Niveau von 2008 liegen. Aufwärtsgehen soll es erst wieder ab 2010.

Motorsport / Formel 1 / BMW-Sauber
29.07.2009 · 14:06 Uhr
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