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Hintergrund: Berggruens Konzept für Karstadt

Berlin/Essen (dpa) - Nach dem Ringen um die Karstadt-Rettung richtet sich der Blick nach vorn. Mit dem künftigen Eigentümer Nicolas Berggruen, der nicht selbst ins Tagesgeschäft eingreifen will, setzt die traditionsreiche Warenhauskette auf einen Neuanfang. Einige Grundzüge des Konzepts:

- Der Milliardär stellt über seine Investmentgesellschaft Karstadt 70 Millionen Euro frisches Kapital zur Verfügung.

- Die 120 Filialen und rund 25 000 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. Dabei profitiert Berggruen vom «Sanierungsbeitrag» der Beschäftigten in Höhe von 150 Millionen Euro verteilt auf drei Jahre, zum Beispiel durch Abstriche bei Sonderzahlungen.

- Es soll künftig drei rechtlich selbstständige Einheiten geben: Premium-, Sport- und «normale» Kaufhäuser.

- Karstadt soll jünger und modischer werden. Geplant ist dazu eine Zusammenarbeit mit dem kalifornischen Designer Max Azria, der unter anderem eine Modekollektion von Teenie-Star Miley Cyrus für den Supermarktriesen Walmart entwarf. «Wir sind jetzt dabei, eine exklusive französische Modemarke in unseren Häusern zu präsentieren», sagte der amtierende Karstadt-Chef Thomas Fox am Freitag in Berlin.

- Das Sortiment soll stärker auf Trendartikel in den Bereichen Mode, Wohnen, Kosmetik, Schmuck und andere Accessoires zugeschnitten werden.

- Investiert werden soll auch in die «Modernisierung des Ambientes» der Warenhäuser. «Und zwar nicht nur in Leuchtturmprojekte wie früher», betonte Fox.

Handel / Karstadt
04.09.2010 · 08:43 Uhr
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