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Hintergrund: Bei den Piloten geht es um viel

Frankfurt/Main (dpa) - Die Tarifverhandlungen für die rund 4500 Piloten bei der Lufthansa umfassen eine breite Themenpalette. Es geht unter anderem um Ruhezeiten, Schichtpläne, Übergangsregelungen für ausscheidende Piloten und den Geltungsbereich verschiedener Tarifverträge.

Die Piloten wollen den lukrativen Konzerntarifvertrag fortschreiben und möglichst weiterentwickeln, der bislang rund 4500 Kapitänen und Co-Piloten der Lufthansa Passage, der Lufthansa Cargo und der Tochtergesellschaft Germanwings Einkommen im internationalen Spitzenfeld garantiert.

Besonders umstritten ist die 18 Jahre alte Regelung, nach der alle Lufthansa-Maschinen mit mehr als 70 Plätzen von Piloten geflogen werden müssen, die nach dem Konzerntarifvertrag bezahlt werden. Bei mehreren Lufthansa-Gesellschaften werden inzwischen größere Maschinen eingesetzt, ohne dass der hohe Tarif gezahlt würde.

Beim Entgelt forderten die Piloten zunächst eine Erhöhung um 6,4 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Lufthansa verlangte hingegen, dass sich auch die Piloten am aktuellen Sparprogramm Climb 2011 beteiligen und auf Gehalt verzichten.

Eine bloße Arbeitsplatzgarantie bis 2012, wie von Lufthansa angeboten, lehnt die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) ab. Wachstum dürfe es nicht nur bei den zugekauften Fluggesellschaften wie Swiss, Austrian Airlines oder British Midland geben. Zumindest offiziell nicht mehr erhoben wird die Forderung nach Ausgleichszahlungen, falls bei der Tochter Lufthansa Italia Piloten zum Einsatz kommen, die nicht nach dem Konzerntarif bezahlt werden. Auf diese Forderung hatte die VC im Vergleich vor dem Frankfurter Arbeitsgericht verzichtet.

Luftverkehr / Tarife
22.03.2010 · 21:48 Uhr
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