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Hintergrund: Bad Muskau - Welterbe Pückler-Park

Bad Muskau (dpa) - Das idyllische Park- und Kurstädtchen Bad Muskau liegt an der Grenze zu Polen rund 50 Kilometer nördlich von Görlitz in Sachsen.

Der vor rund 750 Jahren erstmals urkundlich erwähnte Ort mit etwas mehr als 4000 Einwohnern ist in einen der schönsten Landschaftsparks Europas eingebettet - den Fürst-Pückler- Park. Die durch eine Fußgängerbrücke über die Neiße verbundene zweigeteilte Anlage Muskauer Park/Park Muzanowski gehört seit Juli 2004 zum Welterbe der Unesco.

Zwei Drittel der Gesamtfläche von 830 Hektar liegen auf polnischer Seite. Beide Parkverwaltung arbeiten eng zusammen. Jährlich kommen rund 200 000 Besucher in den Park, in dessen Renovierung auf deutscher Seite seit der Wiedervereinigung rund 25 Millionen Euro flossen.

Das deutsch-polnische Vorzeigeprojekt hatte einst seinen Schöpfer in den finanziellen Ruin getrieben. Der Landschaftsarchitekt Hermann Fürst Pückler hatte den Park um seinen Geburtsort herum angelegt. Von 1815 an investierte von 1815 an 30 Jahre und ein Vermögen in das Areal, das er in englischem Stil entwerfen ließ. 1845 musste er das Land aus Geldnot verkaufen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Park durch die neue Grenzziehung geteilt, 1955 der deutsche Teil unter Denkmalschutz gestellt.

Seit 1992 gehört er dem Freistaat Sachsen, seit 1993 lenkt eine Stiftung in dessen Auftrag die Geschicke des deutschen Teiles. In ihrer Satzung verpflichtet sich die Stiftung, den Park «in den Dienst der Aussöhnung des deutschen und polnischen Volkes zu stellen».

Bad Muskau

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08.08.2010 · 21:48 Uhr
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