News
 

Hintergrund: Auto führt zu Tatverdächtigem

AutoGroßansicht

Berlin (dpa) - Im Fall des entführten Mirco aus Grefrath (Nordrhein-Westfalen) hat ein Auto die Fahnder auf die Spur eines dringend tatverdächtigen Mannes geführt. Seit Ende Oktober suchte die Polizei nach einem VW Passat Kombi, den der Entführer benutzt haben könnte.

Eine Zeugin hatte in der Tatnacht einen verdächtigen Wagen dieses Typs an der Wankumer Landstraße L39 nördlich von Grefrath am Niederrhein bemerkt. An der Straße waren ein Kleidungsstück Mircos und das Handy des Jungen gefunden worden. Das Telefon habe der Entführer aus dem Auto geworfen.

Die Beamten der Sonderkommission Mirco suchten danach dringend weitere Zeugen, die ein auffälliges Verhalten eines VW-Passat-Fahrers bemerkt haben. Alle Polizeidienststellen in Deutschland wurden aufgerufen, höchstens fünf Jahre alte VW Passat Kombi zu ermitteln, die im September am Niederrhein unterwegs waren. Bereits nach wenigen Tagen waren 5900 Hinweise aus dem gesamten Bundesgebiet eingegangen.

Darunter war auch die Aussage eines Rentners, der drei Tage nach der Entführung im 110 Kilometer entfernten Lünen bei Dortmund auf einem Supermarkt-Parkplatz einen Jungen reglos auf dem Rücksitz eines Passats gesehen haben will. Der Fahrer sei gekommen, habe den Kopf gesenkt, sei wortlos eingestiegen und mit Vollgas davongefahren. Der Zeuge konnte den Fahndern auch einen Teil des Kennzeichens mitteilen.

Zunächst waren die Beamten davon ausgegangen, dass gut 3000 Passat überprüft werden müssen. Später stellte sich heraus, dass es mehr als 15 000 Autos waren, darunter allein 2500 Modelle im Kreis Viersen, in dem Grefrath liegt. Wegen des großen Arbeitsaufwandes wurde die Soko Mirco auf 65 Beamte aufgestockt.

Kriminalität / Kinder
27.01.2011 · 23:04 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

News-Archiv

 
Diese Woche
Letzte Woche
Vorletzte Woche
Top News

Weitere Themen