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Hintergrund: Auszug dokumentierter Übergriffe

Washington (dpa) - Die von der Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlichten Feldberichte der US-Armee enthalten zahlreiche Schilderungen brutaler Übergriffe irakischer Sicherheitskräfte. Nachfolgend werden einige Auszüge dokumentiert.

- Vom 27. August 2009 über einen «verdächtigen Vorfall» (ein irakischen Gefangener beging angeblich Selbstmord): «Das (...) Personal, das die Post-Mortem-Untersuchung durchführte, fand Quetschungen und Verbrennungen am Körper des Gefangenen, ebenso wie sichtbare Verletzungen an Kopf, Arm, Oberkörper, Beinen und Hals. (...) Die Verletzungen stimmen mit solchen bei Missbrauch überein.»

- Vom 14. Dezember 2009 über eine «Exekution durch irakische Soldaten»: «HTC 702 erhielt ein Video von einer ihrer Quellen. Das Video zeigt Aufnahmen von Soldaten der irakischen Armee (IA), die einen Gefangenen hinrichten. Die Aufnahmen zeigen, dass etwa zwölf IA-Soldaten beteiligt sind. Zehn IA-Soldaten reden miteinander, während zwei andere Soldaten den Häftling festhalten. Der Gefangene hat gefesselte Hände. (...) Die Aufnahmen zeigen, wie die IA-Soldaten den Gefangenen auf die Straße führen, ihn zu Boden werfen, ihn schlagen und erschießen. Der Gefangene konnte nicht identifiziert werden.»

- Vom 3. Dezember 2008 über einen «verdächtigen Vorfall» (ein Lokalpolitiker starb angeblich im irakischen Polizeigewahrsam an Nierenversagen): «Es gab Hinweise auf eine unbekannte Art von operativem Eingriff am Unterleib Bashirs. Der Schnitt wurde mit 3-4 Stichen genäht. Es lagen zudem Blutergüsse an Gesicht, Brust, Fußgelenk und Rücken vor.»

- Vom 22. Februar 2007 über einen Kampfeinsatz eines US-Hubschraubers nach einem Mörserangriff: «1x Einsatz der 30-Millimeter-Kanone, 2x Anti-Irakische Kräfte im Einsatz getötet, 1x Mörser-System zerstört, 1x Bongo-Lastwagen zerstört mit vielen sekundären Explosionen, 1x Müllwagen zerstört, 1x Hütte zerstört.»

- Vom 14. Juni 2005 über einen Vorfall an einem Kontrollposten: «Als das Fahrzeug nach all den Warnschüssen nicht stoppte, schossen die Marines auf den Fahrer, um das Fahrzeug zu stoppen. Das Fahrzeug wurde direkt vor den orangenen Kegeln gestoppt. In dem Fahrzeug befanden sich insgesamt elf Zivilisten. Der Beschuss führte zum Tod von sieben Zivilisten (zwei davon Kinder) und zwei verletzten Zivilisten. Die große Zahl getöteter Zivilisten rührte daher, dass die Familie ihre Kinder auf den Fahrzeugboden gelegt hatte. Die Schüsse auf den Kühler durchschlugen offenbar den unteren Teil des Fahrzeugs und führten zu der großen Zahl Toter.»

Konflikte / Internet / USA / Irak
23.10.2010 · 22:01 Uhr
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