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Hintergrund: Atomwaffen in Deutschland

Die Luftaufnahme vom 26.06.2008 zeigt den Fliegerhorst Büchel mit dem angrenzenden Depotgelände. Hier sollen die USA bis zu 20 Atomsprengköpfe vom Typ B-61 lagern.Großansicht
Berlin (dpa) - Ein geringer Teil der US-Atomsprengköpfe liegt nach Angaben von Atomwaffengegnern noch immer in Deutschland. Ihre Existenz wurde zwar nie offiziell bestätigt, doch ihr Verbleib ist seit Jahrzehnten immer wieder ein politisches Thema.

Schon mehrfach haben Politiker nach dem Ende des Kalten Krieges gefordert, dass die USA die Waffen abziehen. Auch die schwarz-gelbe Bundesregierung setzt sich in ihrem Koalitionsvertrag für den Abzug ein. Es soll aber keinen Alleingang geben, das Vorgehen soll innerhalb des nordatlantischen Verteidigungsbündnisses NATO abgestimmt werden.

Zwischen 10 und 20 Sprengköpfe vom Typ B-61 sollen im Stützpunkt des Jagdbombergeschwaders 33 der Bundeswehr auf dem Fliegerhorst Büchel in Rheinland-Pfalz liegen. Damit ist Büchel der wohl letzte Lagerplatz von Atomwaffen in Deutschland. Atomwaffengegner verweisen darauf, dass dort eine US-Spezialeinheit stationiert sei. Unterlagen belegten, dass es unterirdische Magazine für Atomwaffen gebe. Zudem stehe Büchel auf einer Liste von Orten, die US-Experten für Nuklearwaffensicherheit besuchen. Die Waffen werden nach Erkenntnis von Experten für NATO-Aufgaben gelagert. Deutschland stellt Tornado- Jets als Trägerflugzeuge für die Bomben.

Während des Kalten Krieges brachten die Amerikaner zahlreiche nukleare Waffen nach Europa. In Deutschland sollen insgesamt 150 Bomben gelagert worden sein, davon ein Großteil auf dem Luftwaffen- Stützpunkt in Ramstein (Rheinland-Pfalz). Diese Sprengköpfe wurden vermutlich im Jahr 2004 abtransportiert.

Verteidigung / Atom / Europa / USA
13.04.2010 · 23:37 Uhr
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