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Hintergrund: Atommüll in Deutschland

Hamburg (dpa) - Radioaktiver Abfall fällt bei der Nutzung der Atomenergie zur Stromerzeugung, bei der Forschung, in der Industrie und in der Medizin an. Mehr als 90 Prozent des Atommülls in Deutschland ist schwach- oder mittelradioaktiv, nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) etwa 120 000 Kubikmeter.

Hinzu kommen rund 2000 Kubikmeter hochradioaktive Abfälle, was etwa 12 500 Tonnen abgebrannten Brennelementen entspricht. Bleibt es dabei, dass die 17 noch laufenden Atommeiler bis etwa 2020 schrittweise vom Netz gehen, würde sich die Menge auf 17 100 Tonnen erhöhen.

Knapp 47 000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktiver Atommüll lagern in der niedersächsischen Schachtanlage Asse bei Wolfenbüttel. Das ehemalige Eisenerzbergwerk Schacht Konrad bei Salzgitter (ebenfalls Niedersachsen) soll bis 2013 als Endlager für solchen Atommüll in Betrieb gehen und bis zu 270 000 Kubikmeter aufnehmen. In einem Salzstock in Morsleben (Sachsen-Anhalt) liegen weitere knapp 37 000 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktiver Abfall, der vor 1998 eingelagert wurde.

Nach dem Atomgesetz ist der Bund zudem verpflichtet, ein Endlager für hochradioaktive Abfälle zu schaffen, das bis 2030 betriebsbereit sein soll. Wo dieses Lager sein wird, ist noch nicht entschieden.

Atom / Asse / Thema
15.07.2009 · 11:58 Uhr
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