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Hintergrund: 400 000 Mitglieder weniger seit 1990

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Berlin (dpa) - Zumindest etwas Positives hatte der Wahlschock vom 27. September für die SPD: Seitdem verbuchte sie mehr als 3000 Eintritte. Damit kann die älteste deutsche Partei voraussichtlich ihren ständigen Abwärtstrend bei den Mitgliedern in diesem Jahr etwas bremsen.

Ende Oktober dieses Jahres waren bei der SPD 513 788 Mitglieder registriert. Damit sind die Sozialdemokraten auf den Stand von Mitte der 50-er Jahre zurückgefallen. Ihren Spitzenwert erreichten sie 1977 mit einer Million eingeschriebenen Anhängern. Seit 1990 hat die SPD etwa 400 000 Mitglieder verloren. Dieser Trend gilt aber auch für andere Parteien. So sank die Zahl der CDU-Mitglieder in dieser Zeit von knapp 790 000 auf rund 529 000, die der FDP sogar von 178 000 auf 65 000.

Im Jahr 2008 verzeichneten die Sozialdemokraten fast 23 000 Austritte bei 15 000 Neuanmeldungen. Dazu kamen 8121 Todesfälle. Was fast allen Parteien Sorge macht, ist die zunehmende Überalterung der Mitglieder. So sind 46,7 Prozent der SPD-Mitglieder älter als 60 Jahre (CDU: 48,0). Dagegen sind nur 5,8 Prozent der Mitglieder bei der SPD unter 30 (CDU: 5,1 Prozent). Der Frauen-Anteil ist in der SPD in den letzten Jahren leicht gestiegen und beträgt derzeit 31,1 Prozent.

Parteien / SPD / Parteitag / Mitglieder
12.11.2009 · 17:42 Uhr
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