News
 

Hilfsorganisationen bitten um Spenden

Hamburg (dpa) - Zerstörte Dörfer, Straßen und Boote - nach den Naturkatastrophen in Asien und der Südsee sind die Menschen dort auf massive Unterstützung angewiesen. Mehrere Hilfsorganisationen riefen zu Spenden auf.

Zur Lage auf den Philippinen sagte Carlos Padolina von der Organisation CDRC: «Die Hilfe durch die Regierung läuft nur schleppend, sehr viele Menschen sind auf sich selbst gestellt.» Das Citizens' Disaster Response Center (CDRC) ist ein Partner der Diakonie Katastrophenhilfe.

Es seien bereits Kinder an Grippe und Durchfall erkrankt, einige Familien harrten noch immer von der Außenwelt abgeschnitten auf Hausdächern aus, berichtete Padolina. CDRC kaufe Zelte und Nahrungspakete für rund 60 000 Menschen. Jedes Paket mit Reis, Bohnen, Zucker, Speiseöl, Trinkwasser und Hygieneartikeln sichere das Überleben einer sechsköpfigen Familie für drei Tage.

Das christliche Hilfswerk World Vision teilte mit, dass die Helfer in den vom Tropensturm «Ketsana» verwüsteten Gebieten im Dauereinsatz seien. Auf den Philippinen sei ein erstes Kinderbetreuungszentrum eingerichtet worden. «Wir machen uns insbesondere große Sorgen um die Kinder», sagte Silvia Holten, Sprecherin von World Vision Deutschland. «Neben körperlichen Verletzungen haben sie nach solch einer Katastrophe oft auch schwere seelische Probleme zu verarbeiten.»

Auch in Padang auf der Insel Sumatra seien bereits Mitarbeiter eingetroffen. Mehr als 2700 Nothilfe-Pakete mit Lebensmitteln, Decken und Kleidung lägen für die Erdbebenopfer bereit. Das Hilfswerk bat um Spenden für weitere medizinische Hilfe, Trinkwasser und Nahrungsmittel.

Auf Sumatra ist auch ein internationales Caritas-Team im Einsatz. Auch auf Samoa und Tonga wurde nach dem verheerenden Tsunami die Nothilfe gestartet, teilte die Hilfsorganisation mit. Ein Gemeindezentrum auf der Samoa-Insel Savaii werde als medizinische Notfallstation genutzt.

Die Organisation Humedica entsandte ein Ärzteteam nach Sumatra. Auf den Philippinen sei bereits ein Team unterwegs, das Medikamente und Verbandstoffe in das Katastrophengebiet um Manila brachte. Die Kindernothilfe gab an, 50 000 Euro Sofortmittel bereitgestellt zu haben. Über lokale Partner würden 3000 Familien in Manila und den Provinzen Laguna und Batangas erreicht. Sie bekämen Reis, Wasser, Milch und Kleidung.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) teilte mit, Obdachlose würden in Asien und der Südsee mit Moskitonetzen, Wasserkanistern, Hygienepaketen und Kochausrüstung versorgt. Auch Care Deutschland- Luxemburg, ASB, Johanniter, Help und Malteser baten um Spenden für Hilfsmaßnahmen.

Die Menschen in der Region haben in den vergangenen Tagen Schlimmes erlebt: Erst zog ein verheerender Tropensturm über die Philippinen, Vietnam, Laos und Kambodscha, dann traf nach einem Beben ein Tsunami die Samoa-Inseln und Tonga, schließlich ließ ein schweres Erdbeben vor Sumatra hunderte Häuser einstürzen.

SPENDENKONTEN:

Aktion Deutschland Hilft: Konto 10 20 30, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00, Stichwort «Katastrophen Südostasien»

Caritas international: Konto 202, Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe, BLZ 660 205 00, Stichwort «Erdbeben Sumatra»

Diakonie Katastrophenhilfe: Konto 502 707, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70, Stichwort «Sturmhilfe Asien»

Care Deutschland-Luxemburg: Konto 4 40 40, Sparkasse KölnBonn, BLZ 370 50 198

Humedica: Konto 47 47, Sparkasse Kaufbeuren, BLZ 734 500 00, Stichwort «Fluthilfe Philippinen»

Kindernothilfe: Konto 45 45 40, KD Bank, BLZ 350 601 90, Stichwort «Taifun Asien»

www.worldvision.de

www.aktion-deutschland-hilft.de

www.caritas-international.de

www.diakonie-katastrophenhilfe.de

www.drk.de

www.care.de

www.humedica.org

www.kindernothilfe.de

Katastrophen / Hilfsorganisationen
01.10.2009 · 11:31 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

Weitere Themen