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Hessens Innenminister warnt vor «Massengeiselnahmen»

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Berlin (dpa) - Der hessische Innenminister Volker Bouffier (CDU) hat vor möglichen «Massengeiselnahmen» im Bundestagswahlkampf durch Terroristen gewarnt.

Bouffier, der Sprecher der Innenminister von CDU und CSU ist, sagte der «Bild»-Zeitung (Samstag): «Wir müssen jedes Szenario in Betracht ziehen und uns entsprechend vorbereiten. Es hat nichts mit Panikmache, aber sehr viel mit Vorsorge zu tun, wenn sich die Polizeien von Bund und Ländern auch auf die Möglichkeit einer Massengeiselnahme vorbereiten.»

Der CDU-Politiker bestätigte damit Informationen der «Bild»-Zeitung, wonach GSG 9 und Sondereinsatzkommandos (SEK) der Länder bereits für den Fall von Massengeiselnahmen trainieren. Laut Bouffier sprechen «alle vorliegenden Erkenntnisse» dafür, «dass islamistische Terroristen den Bundestagswahlkampf spektakulär nutzen wollen, um mit Anschlägen den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan zu erzwingen.» Der Sprecher der Unions-Innenminister sagte: «Wir wissen nicht, wann und wo sie zuschlagen werden.» Aber Deutschland stehe «eindeutig im Fadenkreuz».

Auf die Frage, wie hoch er die Gefahr eines Anschlages auch mit radioaktiv verseuchtem Material, einer sogenannten Schmutzigen Bombe, einschätze, sagte Hessens Innenminister: «Es gibt eindeutige Erkenntnisse, dass El Kaida massiv Schaden anrichten will. Deshalb gilt auch hier: Nichts ausschließen, sondern auf alles vorbereitet sein.»

Innere Sicherheit / Terrorismus
01.08.2009 · 09:57 Uhr
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