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Herrmann vermutet ausländische Geldgeber

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München (dpa) - Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) geht davon aus, dass die radikal-islamischen Salafisten bei der Verteilung von Millionen Koran-Exemplaren in Deutschland ausländische Geldgeber im Hintergrund haben.

«Diese Aktion zeigt, dass man die Schlagkraft und den Handlungswillen der Organisation nicht unterschätzen darf», sagte Herrmann am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Offensichtlich habe die Gruppe großen finanziellen Rückhalt. «Sogar wenn ein Exemplar nur ein Euro kosten sollte, gehen die Gesamtkosten bei der Verteilung von mehreren Millionen Büchern in die Millionen.»

Der CSU-Politiker warf den Salafisten vor, ihre Propaganda sei Nährboden für Gewalt: «Man kann nicht von vornherein jeden Salafisten als gewaltbereit bezeichnen. Aber die dahinter stehende Ideologie ist aufgrund ihrer Intoleranz sehr nahe daran, die Grundlagen der Gewalt zu fördern.» Die Salafisten seien «intolerant gegenüber liberaleren Muslimen und erst recht gegenüber anderen Religionen».

Extremismus / Islam
14.04.2012 · 10:13 Uhr
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