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Hendricks fordert von den Ländern mehr Gemeinsinn bei Energiewende

Berlin (dts) - Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hat die Bundesländer vor Egoismus bei der Energiewende gewarnt. "Wenn die Länder auf dem beharren, was sie in den letzten Tagen gefordert haben, reicht das Maß an Gemeinsinn nicht aus", sagte Hendricks der "Welt". Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) habe "ein schlüssiges Energiekonzept vorgelegt", das den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien garantiere und Ungerechtigkeiten bei den Umlagen beseitige.

Hendricks verteidigte die vor allem von Bayern kritisierte Deckelung bei der Nutzung von Biomasse aus Mais. Diese sei "auch aus Naturschutzgründen vernünftig". Die Ministerin betonte: "Man kann nicht allen Wünschen gerecht werden, die auf einen einprasseln." Die Summe der Einzelinteressen sei noch nicht das Gemeinwohl. Hendricks wies Befürchtungen vor allem der Grünen zurück, die Energiewende führe zu einer Renaissance der Kohlekraft. "Die Kohle ist eine Übergangstechnologie. Die Frage ist, wie lange der Übergang dauert", sagte sie. "Wir müssen Versorgungssicherheit gewährleisten, obwohl wir bis 2022 die Atomkraftwerke abschalten. Bis 2050 wollen wir den Strom aus erneuerbaren Energien bei mindestens 80 Prozent haben." Die Umweltministerin sprach sich zugleich klar gegen die umstrittene Schiefergasförderung in Deutschland aus. "Wir haben in der Koalitionsvereinbarung festgehalten, dass wir Fracking nicht zulassen wollen, so lange es nur mit Chemikalien geht", sagte sie. Und wenn der Einsatz von Chemikalien ausgeschlossen sei, "haben wir ein faktisches Moratorium". Die räumliche Gliederung in Deutschland sei eine andere als in den USA. Hendricks: "Der Niederrhein ist nicht der Mittlere Westen."
Politik / DEU / Energie
02.02.2014 · 05:00 Uhr
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