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Havariekommando: Schiff brennt immer noch

Kiel/Cuxhaven (dpa) - Eine Ostsee-Fähre mit etwa 240 Menschen an Bord ist vor der Insel Fehmarn in Brand geraten. Alle Passagiere und die Crew konnten gerettet werden. Die Nachrichtenagentur dpa sprach mit Wolfgang Harlos vom Havariekommando Cuxhaven.

Wie ist der aktuelle Stand?

Harlos: «Wir haben vier mutige Männer gefunden, die auf das brennende Schiff sich mit einem Helikopter abgeseilt haben, um den Anker des Schiffes zu setzen. Das heißt, das Schiff liegt jetzt in der Ostsee, damit heißt es, dass es nicht mehr rumtreiben kann auch in Richtung Küste. Das ist für uns ein ganz wichtiger Fortschritt, dass wir sozusagen das Schiff jetzt an einem Ort haben. Und zum zweiten sind wir dabei, weil das Schiff ja immer noch lichterloh brennt, die Außenhaut des Schiffes zu kühlen, damit wir das Schiff sozusagen im Rahmen erhalten können, damit wir dieses Schiff auch bergen können.»

Wie lange wird das Schiff noch brennen?

Harlos: «Das kann ich ganz schwer einschätzen. Weil es kommt ja darauf an, welche Materialien alle in diesem Schiff verwendet worden sind. Also ich persönlich gehe davon aus, dass das Feuer also uns diesen Tag noch beschäftigen wird.»

Blicken wir kurz zurück auf die dramatische Rettung in der Nacht - wie viele Menschen wurden gerettet und wie geht es ihnen jetzt?

Harlos: «Die Leute haben sich auf gut deutsch selber gerettet. Das heißt, als das Feuer dort ausgebrochen ist, haben die Leute sich in die sogenannten Rettungsinseln begeben. Es soll wohl vereinzelt auch vorgekommen sein, dass jemand ins Wasser gesprungen ist, das kann ich jetzt nun nicht letztendlich abschließend sagen. (...) Wir hatten den großen Vorteil, dass zum einen die Fähre "Deutschland" in der Nähe war, die (...) das Feuer auch selber entdeckt hat und ein Boot der Bundespolizei, die dort auf Patrouille waren und diese haben natürlich gleich Kurs auf das Schiff genommen und haben die Leute aus ihren Rettungsinseln befreit. Dann sind alle auf die Fähre gekommen und dann nach Kiel gebracht worden. Den Leuten geht es eigentlich den Umständen entsprechend ganz gut.»

Unfälle / Schifffahrt
09.10.2010 · 20:24 Uhr
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