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Havanna denkt über Reisefreiheit für Kubaner nach

Castro und ValdesGroßansicht

Havanna (dpa) - Kubaner sollen erstmals seit mehreren Jahrzehnten wieder als Touristen ins Ausland reisen dürfen. Wie am Montag in Havanna bekannt wurde, denkt die kubanische Regierung darüber nach, die Reisebeschränkungen für Einwohner des kommunistischen Landes zu beenden.

Das geht aus einer neuen Version der Leitlinien für eine neue Wirtschafts- und Sozialpolitik hervor, die der VI. Kongress der Kommunistischen Partei Mitte April abgesegnet hatte. In dem Dokument, das an diesem Montag in Havanna zum Kauf angeboten wurde, heißt es: «Es wird eine Politik untersucht, die es den im Land residierenden Kubanern erleichtert, als Touristen ins Ausland zu reisen.» Dabei sei ein heikler Punkt, wie etwa mit Dissidenten zu verfahren sei, denen normalerweise das Verlassen der Insel verboten sei, heißt es in dem über 40 Seiten starken Papier. Ein weiterer Punkt in dem Dokument betrifft den Kauf und Verkauf von Häusern und Autos zwischen Privatleuten.

Der Parteikongress der Kommunisten hatte Mitte April über eine «Aktualisierung» des sozialistischen Modells beraten, die dem Sozialismus in Kuba das Überleben sichern sollen. Die endgültigen Beschlüsse waren aber noch nicht veröffentlicht worden.

Gesellschaft / Reformen / Kuba
09.05.2011 · 18:54 Uhr
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