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Hartz IV: Anteil der Dauerempfänger nimmt zu

Der Anteil der Dauerempfänger von Hartz-IV hat sowohl im Westen, als auch in den Ostländern zugenommen. Foto: Jens BüttnerGroßansicht

Nürnberg (dpa) - Fast zwei Drittel der Hartz-IV-Empfänger sind bereits zwei Jahre oder länger auf diese Leistungen angewiesen. Einen entsprechenden Bericht der «Bild»-Zeitung bestätigte eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit der Nachrichtenagentur dpa.

Demnach sinkt zwar die Gesamtzahl der Arbeitslosengeld-II-Empfänger, aber der Anteil der Dauerempfänger nimmt zu. Ende 2011 waren laut Statistik 60,7 Prozent der Arbeitslosengeld-II-Empfänger schon länger als zwei Jahre auf Hartz angewiesen - 2009 waren es noch 55,9 Prozent. Dabei stieg der Anteil dieser Dauerbezieher im Westen von 53,6 auf 59,1 Prozent, in den Ostländern von 60,6 auf 64,3 Prozent.

Mit den Zahlen bestätige sich der Trend, dass bei sinkender Arbeitslosigkeit insgesamt der Anteil der Langzeitarbeitslosen in der Relation prozentual steige, erläuterte die Sprecherin. «Wir kommen da langsam zum harten Kern derer, die schwer zu vermitteln sind.» Zudem seien unter den Beziehern von Arbeitslosengeld II nicht nur Erwerbslose, sondern auch sogenannte Aufstocker und Alleinerziehende, die zwar Leistungen bezögen, aber bis zum dritten Geburtstag ihres Kindes dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stünden.

Arbeitsmarkt / Soziales
19.05.2012 · 14:38 Uhr
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