Als Prince of Fashion hat Harald Glööckler einen «pompöösen» Ruf zu verlieren. Das ist ihm nur allzu klar. Ganz abgesehen von seinem eigenen Anspruch an seine Schönheit. Damit Glööckler makellos bleibt und immer schöner wird, ist dem Designer kein Aufwand zu groß.
Sein neuestes Projekt: Die Glööcklersche Kauleiste. Der Plan: «Alle Zähne sollen raus und neue implantiert werden.» Das Problem: Der Kieferchirurg. Denn dieser entdeckt bei Harald Glööckler «unglööcklicherweise» Weißheitszähne, die viel zu tief im Kiefer sitzen. Eine OP zur Zahnentfernung wäre zu riskant. Das Risiko, dass Glööcklers Unterlippe nach dem Eingriff gelähmt bleibt, untragbar hoch.
Harald Glööckler ist enttäuscht, doch schnell ist ein Plan B ersonnen. Die alten Zähne bleiben zwar drin, bekommen jedoch neue Verblendungen in strahlendem Hollywood-Weiß. Der Modeschöpfer will das Gewinnerlächeln unbedingt, auch wenn er kurz vor der Zahnoperation zugibt: «Ich hab die Hosen voll. Aber das Leben ist eben nichts für Feiglinge.» Nichts für die und auch nichts für Sparfüchse. Denn die Zahnverschönerung kostet Glööckler am Ende gut und gerne 52.000 Euro.
Und die müssen erstmal verdient werden. Auch dafür hat Glööckler natürlich den passenden Plan. Ein eigenes Buch muss auf den Markt. Jede Frau ist eine Prinzessin wird es heißen, bis zur größten Buchmesse Europas soll es fertig sein. Dem Modeprinzen bleiben bis dahin sechs Wochen. Mitautorin und Verleger sind schnell gefunden. Selbstverständlich wird der Erscheinungstermin eingehalten. Glööckler schindet eben nicht nur sich, sondern auch andere für seinen Erfolg.
Sein Auftritt auf der Leipziger Buchmesse läuft derart perfekt, dass sich der Prince of Fashion dann höchst selbst zu einem Lob für Deutschlands beliebteste Katze - Daniela Katzenberger - hinreißen lässt: «Doch ich mag sie. Sie macht tolle Sachen.» Leider habe sie mehr Klicks bei Facebook als er selbst. «Ich kann mir beim besten Willen nicht erklären, woran das liegen könnte», scherzt Glööckler und fasst sich beherzt an seine üppigen Brustmuskeln. Dafür, dass die mal auf katzenbergische Doppel-D anwachsen werden, führt der Glööcklersche Schönheitssinn dann aber doch nicht weit genug.