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Haniel erwägt Verkauf von Media-Saturn

Düsseldorf/Ingolstadt (dts) - Im Streit zwischen dem Metro-Konzern und den Alteigentümern der Elektronik-Tochter Media-Saturn, Erich Kellerhals und Leopold Stiefel, um die Mitspracherechte zeichnet sich keine Einigung ab. Der Haniel-Konzern, Großaktionär des Düsseldorfer Handelskonzerns erwägt deshalb, die Metro-Anteile an Media-Saturn zu verkaufen, meldet der "Spiegel". Haniel-Chef Jürgen Kluge, Aufsichtsratschef Franz M. Haniel und Kellerhals hätten bei einem Treffen Anfang August "sehr ernsthaft" über einen Verkauf an Kellerhals selbst oder an Investoren diskutiert, hieß es.

Die beiden Alteigentümer halten zusammen 25 Prozent an der Elektronikkette, verfügen aber über eine Sperrminorität – so dass der Hauptanteilseigner Metro bei allen wichtigen Entscheidungen die Zustimmung der beiden braucht. Metro-Chef Eckhard Cordes versucht derzeit, dieses Vetorecht juristisch auszuhebeln. Wie verfahren die Situation inzwischen ist, zeigte sich auch im Vorfeld der Gesellschaftersitzung, die am Montag in Ingolstadt stattfinden wird. Kellerhals drohte den Düsseldorfern damit, den sogenannten Cash-Pool-Vertrag nicht zu verlängern, ein Regelwerk, mit dem die Media-Saturn-Holding über Jahre ihre überflüssige Liquidität an den Metro-Konzern verliehen hatte. Mehrere hundert Millionen bis hin zu über einer Milliarde Euro konnten sich die Düsseldorfer so meist sehr günstigen Interbankenzinssatz leihen. Kellerhals lenkte erst in letzter Minute ein. Der Vertrag soll jetzt verlängert werden, die Metro soll in Zukunft aber nur noch ein Viertel der verfügbaren Mittel bekommen.
DEU / Unternehmen / Telekommunikation
28.08.2011 · 10:38 Uhr
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