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Handel sieht sich als Motor der Konjunkturentwicklung

Berlin (dts) - Deutschlands Händler rechnen offenbar mit guten Geschäften im Jahr 2011. "Wir können im kommenden Jahr zu den Motoren der Konjunkturentwicklung in Deutschland gehören", sagte Josef Sanktjohanser, der Präsident vom Handelsverband Deutschland (HDE), der Tageszeitung "Die Welt" (Samstagausgabe). Damit setzt sich die angesichts der Wirtschaftskrise überraschend gute Branchenentwicklung aus den Jahren 2009 und 2010 fort.

Auch da sei der Handel eine der großen Stützen der Konjunktur gewesen, so Sanktjohanser. "Leider wird das in der Politik nicht entsprechend wahrgenommen und gewürdigt. Das produzierende Gewerbe scheint offenbar mehr sexy zu sein. Vielleicht liegt es daran, dass wir keine schillernde Exportbranche sind." Sanktjohanser sehe seine Branche aber nicht nur unterschätzt. "Der Handel wird schlichtweg diskriminiert", sagt der Branchenvertreter. Als Beispiel führt der HDE-Präsident unter anderem die aktuelle Neuregelung der Ökosteuer an. Laut Beschluss der Bundesregierung werden Unternehmen mit hohem Energieverbrauch weniger stark belastet als ursprünglich geplant, so zum Beispiel die chemische Industrie, Stahl- und Aluminiumkonzerne oder auch Zementhersteller. "Dass aber auch der Einzelhandel mit seiner Beleuchtung und seinen Kühlketten und Klimaanlagen eine der energieintensivsten Branchen in Deutschland ist, interessiert offenbar nicht", schimpft Sanktjohanser.
DEU / Unternehmen / Industrie / Energie
05.11.2010 · 16:14 Uhr
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