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Hamburger Islamist berichtet von drohenden Terroranschlägen in Deutschland

Hamburg (dts) - Mit Hochdruck geht derzeit die Bundesregierung Aussagen eines deutschen Islamisten in Afghanistan nach, wonach militante Dschihadisten möglicherweise Anschläge in Deutschland planen. Wie das Nachrichtenmagazin "Spiegel" berichtet, hatten amerikanische Sicherheitskräfte den Hamburger Anfang Juli unter Terrorverdacht in Kabul aufgegriffen. Seither werde der 36-Jährige von amerikanischen Spezialisten im US-Militärgefängnis Bagram verhört.

Dabei soll er ausführlich über Anschlagsszenarien in der Bundesrepublik und benachbarten europäischen Ländern gesprochen haben. Die Amerikaner schätzen den Gefangenen als wichtige Quelle ein. Er soll zur "Islamischen Bewegung Usbekistans" (IBU) gehören, einer Terrororganisation, die auch regen Zulauf von Rekruten aus Deutschland hatte. Der Hamburger war Anfang März 2009 nach Peschawar geflogen, um von dort ins afghanisch-pakistanische Grenzgebiet weiter zu reisen. Binnen kurzer Zeit verschwand damals insgesamt ein knappes Dutzend Islamisten aus Hamburg, von denen sich nach den Erkenntnissen deutscher Sicherheitsbehörden ein Teil in Terrorcamps an Waffen und im Umgang mit Sprengstoffen ausbilden ließ. Die Gruppe verkehrte im Umfeld der Hamburger Taiba-Moschee, die unlängst von den Behörden geschlossen wurde und in der bereits einige Beteiligte an den Terroranschlägen auf das World Trade Center vom 11. September 2001 beteten.
DEU / Terrorismus
04.09.2010 · 11:03 Uhr
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