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Hamas will Besuch von Palästinenserpräsident Abbas aufschieben

Gaza (dts) - Die im Gazastreifen regierende Hamas hat den Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, dazu aufgefordert, seinen geplanten Besuch in Gaza so lange aufzuschieben, bis strittige Themen zwischen der im Westjordanland regierenden Fatah und der Hamas geklärt seien. Abbas hatte am 16. März angekündigt, nach Gaza reisen zu wollen, um die Bildung einer gemeinsamen Regierung zu erreichen, um die interne Spaltung der Palästinenser zu überwinden. "Die Bildung einer unabhängigen Regierung ist lediglich eine administrative Maßnahme und würde weder die Spaltung überwinden, noch die Aussöhnung herbeiführen", sagte Mahmoud al-Zahar, ein hochrangiges Mitglied der Hamas, Medienberichten zufolge.

Al-Zahar betonte, die Hamas würde keine gemeinsame Regierung bilden wollen, so lange strittige Themen zwischen Hamas und Fatah nicht geklärt seien. Unterdessen warfen die Führer der Fatah und der Palästinensischen Befreiungsorganisation der Hamas vor, von der Teilung zu profitieren und Zeit zu schinden. Indes sagte Khaled Safi, ein Experte für islamische Bewegungen, die Hamas würde mit der Bitte um Aufschub versuchen Zeit zu gewinnen, welche die Organisation bräuchte, um intern eine einheitliche Position für die Verhandlungen zu finden. Der letzte Versuch eines Dialogs zwischen den Organisationen scheiterte im Jahr 2009.
Gaza / Westjordanland / Weltpolitik
29.03.2011 · 16:19 Uhr
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