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Hamas will auf Versöhnungsvorschlag antworten

Kämpfe zwischen Hamas und Fatah im Gazastreifen (Archivbild vom 13.7.2007).Großansicht
Gaza/Kairo (dpa) - Die im Gazastreifen herrschende Hamas-Organisation will am Sonntag ihre offizielle Antwort zu dem geplanten innerpalästinensischen Versöhnungsabkommen vorlegen. Eine Hamas-Delegation werde in Kairo die Antwort übergeben, erklärte Hamas-Sprecher Fausi Barhum in einer Stellungnahme.

Aus Ägypten verlautete am Samstag, die geplante Unterzeichnung sei bis auf weiteres auf Eis gelegt worden. Am Freitag hatte die Hamas erklärt, sie habe dem Versöhnungsplan zugestimmt. Nach langen Diskussionen werde das Dokument «mit einigen kleinen Anmerkungen» an diesem Samstag den Ägyptern übergeben. In der Vergangenheit hatten sich Anzeichen für eine Aussöhnung der tief zerstrittenen Palästinensergruppen allerdings immer wieder in Schall und Rauch aufgelöst.

Die Hamas hatte zuvor um drei zusätzliche Tage Bedenkzeit gebeten, damit sich die Hamas-Führer im Gazastreifen, im Westjordanland und im syrischen Exil absprechen könnten. Eine von Ägypten als Vermittler gesetzte Frist war am Donnerstag abgelaufen.

Bislang hat als erste von 13 Palästinenserorganisationen nur die gemäßigte Fatah von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas das Abkommen unterzeichnet. Mit der Aussöhnung sollen die Weichen für Präsidenten- und Parlamentswahlen am 28. Juni 2010 gestellt werden. Abbas hat der Hamas damit gedroht, dass er - wie vom palästinensischen Grundgesetz vorgesehen - bereits am 25. Januar wählen lassen will, falls die Hamas das Abkommen nicht unterzeichnet.

Während die Fatah das Westjordanland kontrolliert, herrscht die radikal-islamische Hamas seit einem blutigen Putsch vom Juni 2007 im Gazastreifen. Beide Regierungen erkennen sich gegenseitig nicht an.

Konflikte / Nahost
17.10.2009 · 15:12 Uhr
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