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Hamas setzt Israel Frist zu Gefangenen-Austausch

Ein Fernsehbild des entführten israelischen Soldaten Gilad Shalit mit einer Zeitung vom 14.09.2009Großansicht
Tel Aviv/Jerusalem (dpa) - Die radikal-islamische Hamas hat Israel eine 48-stündige Frist zur Zustimmung zum Austausch von mehreren hundert palästinensischen Gefangenen gegen den vor über drei Jahren verschleppten israelischen Soldaten Gilad Schalit gesetzt.

Im arabischen Nachrichtensender Al-Dschasira sagten Hamas-Vertreter am Sonntagabend, dass die nächsten 48 Stunden «entscheidend» für eine Einigung zum Gefangenenaustausch sein würden. Die vorgeschlagenen Details dazu würden der israelischen Seite vom deutschen Vermittler Ernst Uhrlau übermittelt, er werde Anfang der Woche mit der Antwort im Gazastreifen zurück erwartet.

Der im Juni 2006 in den Gazastreifen entführte israelische Soldat wurde nach palästinensischen und arabischen Berichten vor einer Woche erstmals von Uhrlau und vier französischen Ärzten besucht. Die medizinische Untersuchung Schalits wurde als eine vertrauensbildende Maßnahme vor einem möglichen Gefangenenaustausch zwischen Israel und der Hamas gesehen. Zuletzt mehrten sich die Berichte über eine in Kürze bevorstehende Einigung.

Im Zuge des von Ägypten und Deutschland vermittelten Austauschs soll Israel für Schalit insgesamt 1450 Palästinenser aus der Haft entlassen. Uneinigkeit herrscht jedoch weiter über die Namen der freizulassenden Gefangenen sowie die von Israel geforderte Abschiebung einiger Palästinenser in Drittländer.

Konflikte / Nahost
07.12.2009 · 07:40 Uhr
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