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Haiti braucht milliardenschweres Hilfsprogramm

Port-au-Prince (dts) - Nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti soll ein mindestens fünfjähriges Hilfsprogramm die Bewohner des Karibikstaates beim Wiederaufbau unterstützen. Der Präsident der benachbarten Dominikanischen Republik, Leonel Fernández, sprach sich in diesem Rahmen für Hilfsleistungen von jährlich mindestens zwei Milliarden US-Dollar, umgerechnet etwa 1,38 Milliarden Euro, aus. Die Summe solle gemeinsam von internationalen Staaten aufgebracht werden, die ein entsprechendes Komitee für die Koordination der Haiti-Hilfe bestimme. Zusammensetzen solle sich dieses Komitees aus der Karibik-Gemeinschaft Caricom, der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), der Interamerikanischen Entwicklungsbank, der UN, der EU, den USA sowie Mexiko, Brasilien und Kanada. Ziel des Programms sei die Ankurbelung der Landwirtschaft und des Tourismus, um so die Unabhängigkeit des Staates vom Ausland zu erreichen. Auch die Infrastruktur benötige umfassende Verbesserungen. "Ich bin davon überzeugt, dass Haiti ein Land ist, dass den Wiederaufbau und die Modernisierung mit internationaler Hilfe auf jeden Fall meistern kann", sagte Fernández. "Alleine aber wird Haiti das nicht schaffen, sondern es braucht uns alle dabei". Dem Beben der Stärke 7,0 vom vergangenen Dienstag fielen nach aktuellen Schätzungen bis zu 200000 Menschen zum Opfer, ein großer Teil der Gebäude und der Infrastruktur wurde zerstört.
Haiti / Unglücke
19.01.2010 · 09:21 Uhr
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