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Hätte geltendes Recht Amoklauf verhindert?

Berlin (dpa) - Die Amokläuferin von Lörrach ist nach Angaben des Deutschen Schützenbundes bereits 1996 aus dem Schützenverein ausgetreten, hat ihre Waffe aber behalten. «Dies wäre heute so nicht mehr möglich», sagte Verbandssprecher Birger Tiemann am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa.

Seit 2003 müsse ein Schützenverein jeden Austritt der kommunalen Behörde melden. Diese prüfe dann, ob der Ausgetretene weiterhin ein berechtigtes «Bedürfnis» habe, eine Waffe zu besitzen. Wenn ein Sportschütze nicht mehr regelmäßig im Verein schieße, müsse ihm die Waffe jetzt in der Regel abgenommen werden.

Beim Amoklauf einer 41-jährigen Sportschützin waren am Sonntagabend in Lörrach drei Menschen und die Täterin ums Leben gekommen. Der Deutsche Schützenbund e.V. (DSB) ist nach eigenen Angaben der viertgrößte deutsche Spitzensportverband. Nahezu 1,5 Millionen Schützen sind Mitglieder in rund 15 000 Vereinen.

Kriminalität
21.09.2010 · 11:37 Uhr
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