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Haasis warnt vor Verunsicherung an Märkten

Berlin (dpa) - Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband hat den europaweiten Banken-Stresstest kritisiert und vor einer Verunsicherung an den Märkten gewarnt. Der Krisentest habe «nur unzureichend zur Vertrauensbildung beigetragen», teilte der Präsident des Verbandes, Heinrich Haasis, am Freitagabend in Berlin mit.

Die für das Bestehen des Stresstests von der europäischen Bankenaufsicht EBA festgelegte Hürde von 5 Prozent für das harte Kernkapital sowie die Entscheidung über dessen Zusammensetzung hätten keinerlei gesetzliche Entsprechung. «Hier werden willkürliche Maßstäbe angelegt, um politisch erwünschte Ergebnisse zu erzielen.» Auch die während des Prozesses immer wieder erfolgten Änderungen in den Vorgaben und Szenarien der EBA hätten wenig zur Vertrauensbildung in die Ergebnisse des Stresstests beigetragen.

«Wenn man vor diesem Hintergrund zusätzlich auf einer Stichtagsbetrachtung per Ende 2012 beharrt, ohne die in der Zwischenzeit erfolgten Maßnahmen zum Risikoabbau und zur Kapitalstärkung zu berücksichtigen, werden gesunde Institute künstlich krank geredet», kritisierte Haasis.

Zum Sonderfall Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) sagte Haasis, es sei «konsequent», dass sich die Helaba selbst aus dem Test ausgeschlossen habe. Die Helaba sei ein wirtschaftlich starkes Institut, das die Krise gut und ohne fremde Hilfe überwunden habe.

EU / Banken
15.07.2011 · 18:16 Uhr
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