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Gysi gegen Vereinigung von SPD und Linke

Gregor Gysi: «Die SPD braucht links von ihr einen Korrekturfaktor».Großansicht
Berlin (dpa) - Linke-Fraktionschef Gregor Gysi sieht eine Annäherung seiner Partei und der SPD in der Opposition skeptisch und lehnt auch langfristige Pläne zu einer rot-roten Vereinigung ab: «Ich hielte das für völlig falsch. Die SPD braucht links von ihr einen Korrekturfaktor».

Das sei die Linke, sagte Gysi beim ersten Treffen der neuen Linksfraktion im Bundestag. «Das findet bei einer Vereinigung nicht mehr statt.» Er fügte hinzu: «Letztlich will ich auch nicht als Sozi aus dem Leben scheiden.»

Der neue SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier sei als «Schröderianer» völlig ungeeignet, seine Partei zu erneuern, meinte Gysi. Es könne punktuell zur Zusammenarbeit mit der SPD in der Opposition kommen. «Aber es gibt auch Konkurrenz.» Die Linke werde ihre Eigenständigkeit behalten.

Seine eigene Fraktion, die mit 11,9 Prozent 76 Sitze im Parlament (bisher 53) bekommt und alle Parteiströmungen versammelt, forderte Gysi zum Zusammenhalt auf. Die Abgeordneten müssten lernen, trotz interner Auseinandersetzungen gemeinsam an einem Strang zu ziehen. «Es führt überhaupt kein Weg daran vorbei.» Siege eine Gruppierung über die andere, verlören alle. Die jüngste Lehre sei der Europa-Parteitag in Essen im Frühjahr mit Grabenkämpfen gewesen. Die Folge sei ein enttäuschenden Ergebnis bei der Europawahl im Juni gewesen.

Der nächste große Prüfstein für die Linke werde die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen als bevölkerungsreichstem Bundesland 2010 sein. «Wir wollen dort über fünf Prozent kommen. Ob wir einziehen oder nicht, hat viel mit unserer Zukunft zu tun.»

Parteien / Linke
02.10.2009 · 13:58 Uhr
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