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Guttenberg stärkt Ausbildung afghanischer Soldaten

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU)Großansicht

Berlin (dpa) - Nach dem Abzug der sechs deutschen Aufklärungs- Tornados aus Afghanistan werden die Bundeswehrkräfte für die Ausbildung der afghanischen Armee um 90 Soldaten aufgestockt.

Das geht nach dpa-Informationen aus einer schriftlichen Unterrichtung von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) an die Obleute des Verteidigungsausschusses hervor. In dem Schreiben heißt es, dass die Tornados «zur konkreten Umsetzung des Kernauftrags Aufbau und Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte ... nicht mehr vordringlich» seien.

Die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte wurde Anfang des Jahres mit der Mandatsverlängerung durch den Bundestag zur Kernaufgabe der Bundeswehr im Norden Afghanistans erklärt. Seit Anfang August ist ein erstes Ausbildungs- und Schutzbataillon mit rund 640 Soldaten in Kundus im Einsatz. Es soll die Ausbildung in die Fläche ausweiten und zieht gemeinsam mit afghanischen Soldaten auch in Kampfeinsätze. Ein zweites Bataillon wird derzeit in Masar-i- Scharif aufgebaut und soll Ende Oktober in Dienst gestellt werden.

Die sechs Bundeswehr-Tornados sind seit April 2007 in Afghanistan im Einsatz und haben mehrere zehntausend Luftbilder geschossen. Das Bundeswehrkontingent für Afghanistan hat eine Obergrenze von 5000 plus eine Reserve für zeitlich begrenzte Aufgaben von 350 Soldaten. Nach dem letzten Stand von vergangener Woche waren 4725 deutsche Soldaten am Hindukusch im Einsatz.

Konflikte / Tornados / Afghanistan
23.09.2010 · 20:57 Uhr
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