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Guttenberg soll Falschaussagen über Kundus-Affäre gemacht haben

Berlin (dts) - Der ehemalige Verteidigungsstaatssekretär Schneiderhan hat gestern Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) bezichtigt, falsche Aussagen in Bezug auf den Luftangriff auf Kundus gemacht zu haben. Der Verteidigungsminister sei frühzeitig und ordnungsgemäß über den Luftangriff informiert worden. Dies ergaben Befragungen von Schneiderhan und dem Ex-Staatssekretärs Peter Wichert vor dem Untersuchungsausschuss. Minister Guttenberg hatte zuvor Schneiderhan und Wichert vorgeworfen, ihm Berichte über den Luftschlag von Kundus vorenthalten zu haben und die beiden Experten aus diesem Grund von ihren Ämtern entbunden. Guttenberg hatte den in die Kritik geratenen Angriff in Nord-Afghanistan im November verteidigt und als angemessen eingestuft. Unterdessen hat die Bundesanwaltschaft bestätigt, gegen den Bundeswehroberst Georg Klein wegen Verdachts eines Kriegsverbrechens zu ermitteln. Klein hatte am 4. September 2009 den Befehl für den Luftangriff in Afghanistan erteilt. Es soll geklärt werden, ob der Befehl Kleins zum damaligen Zeitpunkt rechtmäßig war. Bei dem Angriff auf einen Tanklaster, der zuvor von Taliban entführt worden war, kamen zahlreiche Menschen ums Leben.
DEU / Militär / Justiz / Gewalt
19.03.2010 · 11:45 Uhr
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