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Guttenberg: Konzept für verkürzten Wehrdienst fertig

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Berlin (dpa) - Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat das neue Konzept für einen sechsmonatigen Grundwehrdienst fertiggestellt. Dies kündigte er im Deutschlandfunk («Interview der Woche» am Sonntagmorgen) an.

Der Minister will sein Konzept nun den Fraktionen vorstellen und vorher noch keine Einzelheiten nennen. Guttenberg verriet aber bereits, er prüfe eine Lockerung der Einberufungskriterien. Angesichts einer größeren Zahl von Einberufungen und einer sinkenden Zahl an Wehrpflichtigen durch die geburtenschwächeren Jahrgänge bestehe zwar kurzfristig kein Bedarf an einer Veränderung der Kriterien, für die mittlere Zukunft solle auch dies ohne Tabu diskutiert werden.

Guttenberg warb für Geduld bei der Umsetzung der neuen Afghanistan-Strategie. Das sei keine Frage von wenigen Wochen - die Umsetzung des militärischen Teils der neuen Strategie brauche noch bis zum Sommer. Auch bei den zivilen Bemühungen seien noch Ausbildungen nötig. Die neue Strategie bedeute nicht zwangsläufig weniger Kampfhandlungen. «Dass wir in Zukunft mit der Schutz- und Ausbildungskomponente gänzlich auf Kampfhandlungen werden verzichten können, käme einer Illusion gleich.»

Über den Untersuchungsausschuss im Bundestag zu dem Luftschlag nahe Kundus im vorigen September sagte der Minister, das Gremium habe nur dann Sinn, wenn es kein «parteipolitisches Krawallinstrument» werde. Er müsse Defizite herausarbeiten - einige seien bereits beseitigt: So habe die NATO Einsatzregeln verändert. Überprüft werden müssten noch die Kommunikationswege. Es müsse sichergestellt werden, dass eine Drucksituation wie die in der fraglichen Septembernacht nicht mehr entstehen könne.

Verteidigung / Bundeswehr / Afghanistan
14.03.2010 · 08:00 Uhr
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