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Guttenberg-Äußerungen irritieren Afghanistan-Partner

Berlin (dts) - Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat mit Ausführungen zum Afghanistan-Konzept neue Irritationen im In- und Ausland ausgelöst. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel". So hatte Guttenberg angekündigt, dass skandinavische Soldaten am deutschen Programm zur Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte beteiligt werden. Schweden, Norwegen und Finnland sollten eines von drei Bataillonen stellen. Die Generalstabschefs der drei Länder monierten, dass Guttenberg sie nicht vorab informiert habe. "Ich hoffe, dass Deutschland diese Lücke schließt, sonst wird es peinlich", kommentierte ein ranghoher Offizier der Nato das Versäumnis. Kopfschütteln löste Guttenberg auch bei den Verteidigungsexperten des Deutschen Bundestages aus. Ihnen hatte der Minister dargelegt, dass er die Zahl der deutschen Afghanistan-Soldaten neu berechnen wolle. Derzeit darf die Obergrenze von 4500 Soldaten zeitweise überschritten werden, wenn die Auslandskräfte nach ihrem viermonatigen Einsatz abgelöst werden und die Nachfolger eingearbeitet werden müssen. Guttenberg will künftig für die entsprechende Personalaufstockung auf die Reserve von 350 Soldaten zurückgreifen, die das neue Mandat vorsieht. Der Minister müsse das zurücknehmen, heißt es in Unionskreisen, "sonst fehlen ja wieder Soldaten, etwa für die afghanischen Parlamentswahlen im Herbst".
DEU / Afghanistan / Militär
30.01.2010 · 15:43 Uhr
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